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Lehrstuhl für Industrielogistik

Leistungsangebote - Arbeitsbereiche

Leistungsangebote des Lehrstuhls Industrielogistik

Der Lehrstuhl Industrielogistik an der Montanuniversität Leoben bietet produzierenden Unternehmen Leistungen im Bereich operativer und strategischer Logistik an. Aus strategischer Sicht ist das Variantenmanagement ein wesentlicher Faktor zur Beherrschung von Komplexität und Erzielung von Wettbewerbsvorteilen. Im operativen Bereich liegen die Schwerpunkte des Lehrstuhls in den Bereichen Materialflussanalyse, Lageroptimierung, Layoutplanung und Produktionsplanung. Spezielle methodische Schwerpunkte sind Prozesskostenanalyse, Wertstromdesign und die Analyse von Betriebskennlinien. Im Folgenden werden diese Kernbereiche näher erläutert:

Variantenmanagement

Die Vielfalt und Variantenanzahl von Produkten und damit verbundenen Dienstleistungen steigt sprunghaft an. Fertigungskosten reagieren stark auf eine Erhöhung der Variantenzahl, insbesondere im Produktions- und Logistikbereich zeigen sich die Auswirkungen gestiegener endogener Komplexität. Variantenvielfalt führt zu komplexeren und schwierig zu beherrschenden Produktionsprozessen, potenzielle Störeinflüssen nehmen zu. Dabei repräsentiert die Anzahl verschiedener Fertigungsaufträge den wesentlichen Komplexitätskostentreiber. Variantenmanagement ist die erfolgreiche Beherrschung der Vielfalt von Produkten und Prozessen. Bewährte Methoden des strategischen Variantenmanagements sind Leistungsdifferenzierung, Mass Customization oder Produktprogramm-Analyse. Im operativen Variantenmanagement werden produktbasierte Ansätze, wie Produktaufwertung, Modularisierung und Standardisierung, weiters prozessbasierte Ansätze, wie Postponement, Flexible Fertigungstechniken und Vertikale Integration erfolgreich eingesetzt.

Materialflussanalyse

Der Materialfluss ist in produzierenden Unternehmen ein entscheidender Kostenfaktor. Besonders in historisch gewachsenen Betrieben, deren Produktions- und Lagerstätten auf engem Raum liegen und deren geografisches Umfeld keine flächenmäßige Erweiterung zulässt, finden sich komplizierte Materialflüsse, die Durchlaufzeiten erheblich verlängern. Unter Zuhilfenahme von Methoden der Prozessplanung, -steuerung und –optimierung können Materialflüsse analysiert und gestaltet werden, um das Scheduling, die Bedarfsplanung und das Ressourcenmanagement zu verbessern. Effiziente Materialflüsse senken innerbetriebliche Transport-, sowie Warte- und Liegezeiten. Mit der Senkung der Durchlaufzeiten gehen eine Reduzierung der Logistik- bzw. Produktionskosten einher. Kürzere Durchlaufzeiten bewirken überdies eine höhere Planungssicherheit, was sich direkt in einer gesteigerten Kundenzufriedenheit spiegelt.

Lageroptimierung

Zwar gibt es seit Jahren Produktionskonzepte, die auf einen gänzlichen Verzicht des Lagers in einzelnen Produktionsstätten abzielen, dennoch sind diese Konzepte nur unter spezifischer Voraussetzung umsetzbar. Für den Großteil der Produktionsstätten ist der Verzicht auf das Lager unwirtschaftlich. Absätze unterliegen in vielen Fällen Schwankungen, die zum Teil unvorhersehbar sind. Ein Puffer zum Ausgleich dieser Schwankungen – in Form eines Lagers – ist daher in vielen Betrieben notwendig. Dennoch wird das Lager gemeinhin mit (eventuell unnötigen und teils sehr hohen) Kosten in Verbindung gebracht. Die richtige Größe und Auslegung, das Lagerlayout, der Grad an Automatisierung und viele weitere Faktoren sind entscheidend für die wirtschaftliche Nutzung des Lagers und bewirken eine Minimierung der Produktionskosten. Der Lehrstuhl Industrielogistik bietet nicht nur Unterstützung bei der Lageranalyse, sondern bietet auch konkrete Maßnahmen für die Optimierung sowie Unterstützung bei Lagerumstrukturierungen.

Layoutplanung

Unabhängig ob es sich um Fabriklayouts, Produktionslayouts oder Lagerlayouts handelt – das richtige Layout unterstützt effizientes Wirtschaften und spart erheblich Kosten. Auch hier ist die Analyse der Materialflüsse ein wichtiger Faktor. Der Lehrstuhl Industrielogistik unterstützt bei Neukonzeptionen, aber auch bei Umplanung und Optimierung vorhandener Layouts. Verschiedenen Alternativen werden erarbeitet und können gegebenenfalls simuliert werden. Das Ergebnis der Simulation soll schließlich die Entscheidung für die beste Lösung vereinfachen.

Prozesskostenanalyse

Prozessorientierung bewirkt durch den ganzheitlichen, horizontalen Blick auf die Unternehmensprozesse eine verstärkte Orientierung hin zum Kunden. Die Prozesskostenrechnung fördert Kostenwahrheit, indem sie eine beanspruchungsgerechte Verteilung der Gemeinkosten auf indirekte Leistungsbereiche ermöglicht. Der Lehrstuhl Industrielogistik bietet individuelle Lösungen zur Erfassung der Prozesskosten. Die dadurch gewonnene Kostenwahrheit ist ein erster Schritt zu Einsparungen an der richtigen Stelle.

Wertstromanalyse und Wertstromdesign

Die Wertstromanalyse steht eng im Zusammenhang mit der Materialflussanalyse. Es ist ein Verfahren zur Abbildung des gesamten Material- und Informationsflusses entlang der Wertschöpfungskette vom Lieferanten bis zum Endkunden. Die Darstellung des Verhältnisses der Gesamtdurchlaufzeit zur Bearbeitungszeit ist ein wesentliches Ergebnis der Wertstromanalyse. Die Wertstromanalyse ist die Basis für die Materialflussgestaltung. Der Lehrstuhl Industrielogistik verfügt über spezifisches Know-how und Erfahrung in beiden Bereichen und kann daher optimale Lösungen bieten.

Betriebskennlinien

Logistische Zielgrößen stehen naturgemäß in einem Widerspruch und können nicht in ihrer Gesamtheit optimal umgesetzt werden. Kennlinien sind ein Theorieansatz zur Abbildung der Wechselbeziehungen zwischen Größen wie Auslastung, Leistung, Durchlaufzeit und Beständen. Sie bieten ein praktikables Instrumentarium zur Bewertung der Zielerreichung und Entwicklung von Maßnahmen.